Leitlinien zur Körpertemperaturmessung veröffentlicht

Bereits seit Beginn der Corona Pandemie wird die Frage diskutiert, welche Maßnahmen durch Arbeitgeber zur Aufrechterhaltung der betrieblichen Tätigkeiten umgesetzt werden können. Eine der wiederkehrenden Fragestellungen ist, ob der Arbeitgeber im Rahmen der Zugangskontrolle zum Betriebsgelände Fiebermessungen durchführen darf.

Der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit aus Rheinland-Pfalz hat zum eine Pressemitteilung zum “Beschäftigtendatenschutz in Zeiten des Corona-Virus“ herausgegeben. Eine der Aussagen betrifft die Körpertemperaturmessung, die als unzulässig gesehen wird, da es an der notwendigen Erforderlichkeit fehlt.

Die Verarbeitung besonderer Kategorien personenbezogener Daten ist nach Art. 9 Abs. 2 lit. b DS-GVO in Verbindung mit § 26 Abs. 3 BDSG im Rahmen des Beschäftigungsverhältnisses unter anderem dann zulässig, wenn sie zur Ausübung von Rechten oder zur Erfüllung rechtlicher Pflichten aus dem Arbeitsrecht erforderlich ist.

Die Aufsichtsbehörde geht davon aus, dass die reine Tatsache einer erhöhten Körpertemperatur noch nicht den Rückschluss auf das Vorliegen einer Corona-Erkrankung zulässt. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass eine vorliegende Corona-Erkrankung nicht zwangsläufig zu einer erhöhten Körpertemperatur führt. Dies lässt laut Aufsichtsbehörde Zweifel an der Eignung der Körpertemperaturmessung zu.

Inzwischen hat sich ebenfalls der Europäische Datenschutzbeauftragte mit der Thematik auseinandergesetzt und stellt seine Auffassungen dazu der Öffentlichkeit zur Verfügung:

Die wesentliche Feststellung dürfte dabei sein, dass lediglich manuelle Messungen, bei denen keine nachfolgende Speicherung erfolgt, nicht vom Anwendungsbereich der DS-GVO erfasst werden. Es wird die Empfehlung ausgesprochen, dass verpflichtende Temperaturkontrollen nicht ausschließlich automatisiert erfolgen sollen.

Des Weiteren gibt es eine Reihe von technisch und organisatorischen Empfehlungen, die berücksichtigt werden sollten, um ein angemessenes Schutzniveau sowie die nötige Transparenz zu gewährleisten.

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Sollten Sie zu diesem Thema oder weitergehende Fragen im Bereich des Datenschutzes haben, stehen wir Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung. Wir betreuen Unternehmen, Vereine oder gemeinnützige Organisationen bei der Umsetzung des betrieblichen Datenschutzes in der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) und im Gesetz über den Kirchlichen Datenschutz (KDG). Hierzu entwickeln wir auf Ihr Unternehmen, ihren Verein oder ihre gemeinnützige Organisation abgestimmte Datenschutzkonzepte und unterstützen Sie aktiv bei der Umsetzung. Gerne beraten wir auch Sie bei der Umsetzung Ihres Projektes. Nehmen Sie gerne jederzeit Kontakt zu uns auf.

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